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Semmering

by - Juli 13, 2016

Der Semmering und seine Zukunft ?

Das Deckblatt vom ersten Buch

Das Deckblatt vom ersten Buch

Sag einml, fährst Du heuer auf den Semmering, wurde ich vor zwei Tagen gefragt. Leider, geht das sich zeitlich heuer nicht aus. Aber ich will dir erklären, warum der Neubeginn auf dem Semmering auf sich warten lässt.

Semmering oder Hoch Wien oder das  Fin de Siecle auf dem Berg:

Ja es stimmt, dass zur Jahrhundertwende die bekanntesten Dichter und Künstler, Politiker und Literaten auf dem Semmering zu Gast waren. Doch der Erste Weltkrieg hat dieser Ähra ein jähes Ende gebracht. Obwohl Herr Zimdin damals auf dem Semmering das erste Freibad auf 1000 Metern Höhe erbaute, jetzt verfällt das alte Bad, das erste Casino in Österreich eröffnet hatte, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Casino in Baden bei Wien eröffnet, und versuchte, in der Nachkriegszeit wieder die Prominenz auf den Semmering zu locken, so war der Zweite Weltkrieg der Todestoß des Semmerings. Durch den Eisernen Vorhang der Gäste endgültig beraubt, schlossen nach und nach die großen Hotels, wurden verkauft und ersts langsam nach und nach wieder eröffnet.

Die Situation heute ?

Im Winter ?

Ja, die Situation ist heute, dass der Semmering zwar noch im Winter Schnee haben wird, sollte aber die Null Grad Grenze im Winter  langsam doch über 1000 Meter steigen, dann wird die Schneesituation auch hier immer schwieriger. Wieso ich das weiß? Mir wurde schon vor Jahren erzählt, dass früher die Schneekanonen bereits ab 21 Uhr in der Nacht bis 5 Uhr in der Früh Schnee produzieren konnten, aber jetzt meist nur mehr zwischen 2 Uhr oder 3 Uhr nachts in Betrieb gehen können, weil die Temperatur auch in der Nacht nicht unter 7 Grad fällt.

Und im Sommer?

Tja, Radfahren, Mountainbiker, sind willkommen, die Sommerrodelbahn anstelle eines Liftes eröffnet. Aber die ursprüngliche Idee, wie wandern, Berge besteigen, das wird heute kaum mehr betrieben. Unterhaltung, Angebote, All Inclusive Urlaube sind heute gefragt, die gibt es aber hier noch nicht.

Da fehlen die Gäste. Wenn ich meine Freunde und Bekannte frage, dann heißt es nur: Wir fahren nach Kroatien, da ist das Meer, da ist es billiger; oder die anderen fahren lieber günstig 3 Wochen in die Türkei oder nach Griechenland.

Reiseziele heute ?

Durch die Mobilität sind die Möglichkeiten größer geworden. Auch irgendwo schneller. Wer bleibt schon 3 Wochen an dem selben Ort? Oft bleiben die Gäste 3 oder 4 Tage, dann fahren sie wieder. Und was erklärten mir die Gäste, in den letzten Sommerurlauben? Was soll ich da im Wald spazieren gehen, wo sind die Bars, die Kaffees ? Da ist doch gar nichts los? Und wo ist die Einkaufmeile ?

Den Anschluss verloren?

Bild 1 SüdbahnhotelIrgendwo bekommt man den Eindruck, der Semmering hat den Anschluss verloren, wie ein Waggon, der abgekoppelt wurde und auf den vergessen wurde. Denn das ist auch sicher der Grund, warum sich Gesellschaften zweimal überlegen, das alte Südbahnhotel zu kaufen. Wer renoviert um Millionen ein Hotel, das dann womöglich nur zur Hälfte oder kaum ausgelastet ist?

Wer heutzutage auf der Hochstraße vom Panhans zum Südbahnhotel nach hinten geht, kann doch nur zur Erkenntnis kommen, dass hier nichts los ist und damit erkennen, was sollen meine Gäste im Hotel machen?  Schwimmen gehen, vielleicht Golf oder Tennis spielen, aber die anderen Gäste? Denn wenn keine Bars, keine Disco im Ort ist, ok da ist der Pinguin, der aber im Sommer auch nicht immer offen hat, und sonst keine Kaffehäuser vorhanden sind?

Also immer nur zwischen Passhöhe und Hotel spazieren gehen wird auch mit der Zeit langweilig.

Warum hat der Ort nur in den neuen Billa und nicht in ein kleines Einkaufszentrum auf der Passhöhe mit Blick in die Steiermark und Richtung Wien investiert? Auch hätte man da mindestens 4 oder 5 verchiedene Shops einquartieren können, damit der Anreiz, dort einzukaufen wieder ein wenig steigen würde?

Da bräuchte es im Sommer und Winter einen kleinen Busdienst, der wie ein Taxi, aber nur viel günstiger, die Runde, Panhans, Hochstraße, Südbahnhotel, Bahnhof und Liftparkplatz im Halbstundentakt abfährt und so die abgelgenen Ortsteile mit den Liften verbindet. Denn dafür kann niemand etwas, dass der Ort im Gebiet verstreut ist. Das wäre ein Anreiz, auch im Winter auf dem Semmering zu übernachten und nicht am Abend wieder in die Stadt zu fahren, wie es sehr viele Wiener bereits seit Jahren machen. Außerdem wäre es im Sommer für Wanderer einfacher, von einem Ortsteil zum anderen zu kommen. Auch die Zeweitwohnbesitzer, die keine Auto haben, würden leichter zum Lift kommen.

Renaissance des Wandern und der Sommerfrische

Angeblich, so wurde mir bereits berichtet, gibt es wieder mehr junge Familien, die den Wanderurlaub und die Sommerfrische genießen und länger als drei Tage auf Urlaub bleiben. So ist das Wandern wie in den 70 er Jahren , als ich als Kind auf dem Semmering herumlief, wieder in und erfreut sich wieder größerer Beliebtheit. Auch der Trend vom schnellen drei Tagesurlaub geht bei jüngeren oder bei Familien in die Richtung, dass der gesamte Urlaub oder zumindest eine oder zwei Wochen zumindest an einem Ort verbracht werden. Es wäre zumindest für den Semmering wünschenswert, könnte eine Trendumkehr stattfinden und die gute alte Sommerfrische wieder vom Städter hier neu entdeckt werden. Aber dazu müsste auch die Werbung in diese  Richtung laufen. Da wär  halt der Peter Altenberg als ein Gast der Jahrhundertwende sicher ein Magnetpunkt, der Gäste anziehen würde.

Der Dreitagesurlaub oder die Kulturtouristen

Der Trend eines drei Tagesurlaubes, wie er im Augenblick auch im Sommer von Kulturtouristen betrieben wird, ist bereits gigantisch. So gibt es Gäste, sie haben es mir selber im Kurhaus erzählt, die sind heute im Kurhaus auf dem Semmering, aber einen Tag später in Baden oder im Römersteinbruch und so geht es oft den ganzen Juli hindurch. Ob das noch ein Genuss und eine Erholung ist, wage ich stark zu bezweifeln.

Die Zukunft des Semmerings … ein Neubeginn

Ja, Ideen gibt und gab es genug. Da gab es die Idee von zwei neuen Sesselliften von Maria Schutz weg in Richtung Hirschenkogel und von dort auf den Sonnwendstein. Doch aus diesen Plänen wurde nichts.

Auf der einen Seite ist hier die Geschichte des Ortes, an dem sich das „Who ist Who“ des augehenden 19. Jahrhunderts getroffen hat, auf der anderen Seite die Ansprüche einer Jugend, die etwas erleben will und die auch den Kick im Urlaub sucht, und dann sind da die Familien, die auch mal ihren Urlaub genießen wollenl.

Dann ist da die Generation, die bewusst die Kultur und die historischen Häuser aufsucht, ja es wird bereits im Sommer in Östereich bereits hinter jedem „Heuhaufen“ gespielt, wie mir Freunde bereits vor einem Jahr mitgeteilt haben. All diese Urlaubswünsche unter einen Hut zu bringen, ist sicher nicht einfach. Obwohl das 24 Stunden Rad – Rennen im Sommer gut angenommen wird, und so der Zauberberg für die Jugend wieder attraktiver wird.

Ein Neubeginn kann nur dann stattfinden, wenn nicht nur Hotels wieder eröffnet werden, sondern die Angebote erweitert werden, wie ein Busverkehr im Ort, zu Beginn stündlich, in den Winter und Sommerferien anzubieten, damit auch Personen, die kein Auto haben, leichter von den entlegenen Orsteilen zu den Liften kommen, oder mehr Geschäfte auf der Passhöhe und mehr Kaffees auf der Hochstraße.

Bei Wanderungen im Sommer ist es oft sehr lästig, nach einer langen Wanderung vom Golfplatz die Hochstraße müde zum Hotel zurückzuwandern. Weiters wäre es vom Vorteil, geschlossene Geschäfte so herzurichten, dass zumindest im Sommer Kaffe und Kuchen angeboten werden können und zum Verweilen einladen. Das Museum auf der Hochstraße könnte damit einbezogen werden, ein Anreiz, nicht am Abend in die Stadt zu fahren, muss gegeben sein. Und auf der Passhöhe wie gesagt noch zwei oder drei Geschäfte, die wiederum Tagesgäste so wie früher anlocken. In diesem Sinne hoffe ich, dass der Semmering wieder „IN“ sein wird.

Bild 31

Szene im Waldhofsaal “ Die Strudlhofstiege -2009″

Außerdem wäre es auch für einen Inveswtor viel leichter, wieder das Südbahnhotel zu eröffnen, denn wenn sich ein Investor keinen Gewinner hoffen kann, wird er sicher nicht gerne so hohe Summen investieren ? In diesem Sinne hoffen wir auch ,dass die russischen Insvestoren endlich mit den Renovierungen beginnen und nicht so wie es mir befreundete Semmeringer berichten, alles verfallen lassen!

 

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